Lebenslauf - Alba erzählt

In Hannover bei Mama und Geschwistern

Bei meiner Geburt soll ich gemeckert haben. Abgesehen davon war ich die Stärkste und Größte im Wurf und musste nie knurren und kämpfen. Wenn mir meine Geschwister auf die Nerven gingen, habe ich sie einfach abgeschüttelt. Auch Mama Ayala hat mich selten korrigiert.

Ich galt deswegen als sehr freundlich und souverän.

Im Taunus war es dann vorbei mit "einfach abschütteln"....

Mein Leben im Taunus


2013 - das erste Jahr

Die ersten Wochen hier waren wirklich ereignisreich. Als ich hier ankam, fand ich ein großes Haus, einen großen Garten, 2 Menschen und 5 seltsame Tiere vor, die - außer der einen mit den langen Haaren - immer vor mir weg liefen. Sie konnten auf Bäume klettern, das fand ich toll und wollte das auch können, aber ich hatte absolut kein Talent dazu. Wenn ich eine sah, bin ich sofort hin geflitzt, leider meistens von einem kräftigen "hey"! von Chris gestoppt und gelegentlich auch durch einen festen Griff in meinen Pelz gehindert.

Spaßbremse!

Mit 5 Monaten war ich das erste Mal in Sewekow auf dem Seminar mit Lind-Art Trainerinnen: "Team Balance" und "richtig spielen" waren die Themen. Das war klasse und danach sind wir auch nicht mehr hier in die Hundeschule gegangen, die uns ohnehin nicht so wahnsinnig begeistert hat.

Sehr oft war ich aber bei Martina, meiner lieben Menschenfreundin, die mich hütet, wenn Chris und Martin länger weg müssen. Im ersten Jahr war ich ein paar Mal in der Woche da und habe jede Menge andere Hunde kennen gelernt und tolle Freundschaften geschlossen.

Chris hat viel Zeit damit verbracht, Rehe und Katzen  zu Tabus zu erklären, und ich habe ebenso viel Zeit damit verbracht, dieses in Frage zu stellen.

Als der Winter dann kam, verschwanden die Rehe allmählich und wir waren das Problem los.

 

 


2014

In diesem Jahr musste ich viel lernen. Dass ich Rehe und Katzen nicht jagen darf, wurde Dauerthema - ich wollte es einfach nicht akzeptieren. Auch Menschen musste ich immer wieder auf meine eigene Art und Weise untersuchen: erst  scheinheilig ruhig an ihnen vorbei gehen und dann blitzschnell rumdrehen und von hinten meine lange Schnauze zwischen die Schenkel - hmmm,. so ein intensiver  Geruch ist wirklich sehr informativ. Kam aber auch nicht gut an. Puh.

Mit anderen Hunden toben war da schon besser. Aber auch da hatte Chris natürlich ihre eigene Meinung. Mehr dazu könnt ihr nachlesen in  "Charakter und Erziehung".

 

Im Sommer waren wir dann erst im Elsass, wo ich meine erste Radtour mit vielen Menschen mitgemacht habe und dann  in Nauders, Da gab es viele Abenteuer zu erleben.

 

 



2015

Allmählich wurde ich ruhiger.

Im Mai habe ich meine Hauptkörung bestanden und bin seitdem eingetragene Zuchthündin im HC. Irgendwie muss ich mir auf dieser Veranstaltung aber etwas zugezogen haben, denn ich hatte danach monatelang immer wieder Verdauungsprobleme und Chris wurde ziemlich nachdenklich. Wir hatten einige nächtliche Mondspaziergänge, wenn ich raus musste, und es wurde ernsthaft und lange über meine Ernährung nachgedacht.

Im Ergebnis hat sich aber alles zum Guten gewendet und nach einer simplen Darmsanierung und einer Ernährungsumstellung konnte ich bald wieder alles fressen - tue ich auch gerne, auch dann, wenn es nicht unbedingt für mich bestimmt ist.

Im Sommer hatten wir dann Gelegenheit, an einer DVD mit der Hundetrainerin Anita Balser mitzuwirken. Das hat viel Spaß gemacht und Chris hat sehr viel dabei gelernt und an mich weiter gegeben.

Diese DVD empfehlen wir sehr gerne - wir verdienen aber nichts daran! Näheres dazu im Kapitel Erziehung.

 


2016

Die Zeit ging ins Land und ich wurde immer erwachsener, war pumperlgesund und liebte die langen Spaziergänge hier im Taunus und auch unserere Ausflüge an die Ostsee und in die Berge.

Ein ganz besonderes Erlebnis war unsere Wochentour im Sarntal, wo wir ein paar Tage lang von Hütte zu Hütte gewandert sind. Da musste ich mit Chris in den abenteuerlichsten Unterkünften übernachten - einmal sogar bei -5 Grad Außentemperatur in einem Gartenhaus auf 2.500 m Höhe! War ich froh, dass ich ein Fell habe! Chris hat keins und hat bitterlich gefroren, erst morgens um 5 habe ich ihr die Füße gewärmt. Vorher war ich zu erschöpft, denn anstrengend sind solche Touren schon. Aber auch wunderschön.

Überhaupt waren wir viel unterwegs in diesem Jahr. Das Reisen macht mir großen Spaß, ich will überall dabei sein!


2017

In diesem Jahr hat sich nicht viel ereignet.

Im Herbst waren wir 2 Wochen an der Nordsee, das hat mir sehr gut gefallen. Jeden Tag am Strand die Mütze von Chris durch den Wind jagen, das fand ich toll.

Auch gab es immer wieder Artgenossen, die ich begrüßen durfte, wenn es auch nicht sehr viele waren. Wir waren in St. Peter Ording am Strand, der ist so breit, dass man bei Ebbe das Meer fast nicht mehr sieht. Wir sind stundenlang gewandert und es hat uns allen dreien so richtig gut getan.

Bei der Gelegenheit haben wir auch den Papa Yaspar und das junge Cousinchen Phila besucht - immer wieder eine Freude, Ilona mit ihren Hunden zu sehen.

Eigentlich sollte ich schon im Sommer meine ersten Welpen bekommen, aber ich habe meine Läufigkeit um einen ganzen Monat vorgezogen und da ist die Chris mit den Vorbereitungen nicht mehr fertig geworden.

So haben wir uns denn in unser Schicksal gefügt, den welpenfreien Sommer genossen und warten nun auf die Läufigkeit im März.

Was es da alles zu berichten gibt, erklären wir euch im Kapitel Tagebuch.